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Forumpraxis Neuss · Kinder- & Jugendzahnmedizin

Kreidezähne verstehen. Und richtig behandeln.

Kein Grund zur Sorge – aber ein Grund zu handeln.

Kreidezähne (MIH) Neuss

Weiß-gelbliche Flecken, empfindliche Zähne, Schmelz, der abplatzt? Rund jedes siebte Kind im Alter von zwölf Jahren ist von MIH betroffen – als wissenschaftlicher Schwerpunkt unserer Kinder- und Jugendzahnmedizin wissen wir, was dahintersteckt und wie man Kreidezähne richtig behandelt.

Was sind Kreidezähne?

Eine Schmelzbildungsstörung, kein Kariesproblem

„Kreidezähne“ ist der umgangssprachliche Name für die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation – kurz MIH. Es handelt sich um eine Schmelzbildungsstörung der bleibenden Zähne, bei der der Zahnschmelz nicht richtig mineralisiert ist.

Betroffen sind vor allem die ersten bleibenden Backenzähne und häufig auch die Schneidezähne. Der Schmelz dieser Zähne ist weicher, poröser und weniger widerstandsfähig als normal. Das Ergebnis: Die Zähne sind überempfindlich, sie brechen schneller und sie bekommen schneller Karies – selbst bei guter Mundhygiene.

Die Ursachen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Diskutiert werden frühkindliche Erkrankungen, Umweltfaktoren und bestimmte Medikamente während der kritischen Phase der Zahnschmelzbildung. Weil die genaue Entstehung unklar ist, ist Prävention schwierig – umso wichtiger ist es, MIH früh zu erkennen und richtig zu behandeln.

So erkennen Sie MIH

Typische Zeichen an den Zähnen Ihres Kindes

1. Weiß-gelbliche bis bräunliche Flecken

Scharf begrenzte, verfärbte Bereiche an den ersten bleibenden Backenzähnen oder Schneidezähnen – deutlich unterscheidbar von normalen Zähnen.

2. Empfindlichkeit bei Kälte und Hitze

Die betroffenen Zähne reagieren stark auf Temperaturreize. Auch Berührung beim Zähneputzen kann unangenehm werden.

3. Schnelles Abplatzen des Schmelzes

Der geschwächte Schmelz kann bereits kurz nach dem Zahndurchbruch abbrechen – oft ohne vorherige Warnsignale.

4. Erhöhtes Kariesrisiko trotz guter Pflege

Selbst wenn Ihr Kind die Zähne gründlich putzt, entsteht an MIH-Zähnen schneller Karies – der poröse Schmelz bietet Bakterien wenig Widerstand.

Wie häufig ist MIH?

Häufiger, als viele denken

Jedes 7. Kind

Die 6. Deutsche Mundgesundheitsstudie zeigte: In Deutschland ist jedes siebte Kind im Alter von 12 Jahren von einer MIH betroffen. Das macht Kreidezähne zu einem echten Versorgungsthema – und zu einem Thema, bei dem Eltern gute Ansprechpartner:innen verdient haben.

Warum ist das ein wichtiges Thema?

MIH ist mehr als ein kosmetisches Problem

1. Schmerzen und Belastung im Alltag

Überempfindliche Zähne erschweren das Zähneputzen und zahnärztliche Behandlungen. Das kann zu Vermeidungsverhalten und Angst führen – ein Teufelskreis, den wir früh unterbrechen wollen.

2. Schneller Substanzverlust

Der geschwächte Schmelz kann rasch zerbrechen – manchmal schon kurz nach dem Durchbruch. Dadurch entstehen früh komplexe Behandlungsbedarfe.

3. Therapeutische Herausforderung

Normale Füllungen halten an MIH-Zähnen oft schlechter. Die Behandlung ist aufwendiger, und in schweren Fällen müssen Zähne frühzeitig entfernt werden – mit allen Konsequenzen für die Kieferentwicklung.

4. Auswirkungen auf Lebensqualität

Schmerzen, ästhetische Beeinträchtigungen vor allem an Schneidezähnen und wiederholte Behandlungen können Kinder und Familien stark belasten. Ein sensibles Vorgehen ist hier genauso wichtig wie die technische Versorgung.

Unsere Behandlungsansätze

Was wir bei MIH tun

Je nach Schweregrad und Alter Ihres Kindes arbeiten wir mit unterschiedlichen Strategien. Entscheidend ist: früh erkennen, sensibel behandeln, langfristig begleiten.

Warum Dr. Singh-Hüsgen?

Wissenschaftliche Tiefe trifft praktische Erfahrung

Leitung Kinder- und Jugendzahnmedizin

Dr. Preeti Singh-Hüsgen, M.Sc.

Master of Science

Kreidezähne (MIH) sind einer der wissenschaftlichen Schwerpunkte unserer Kinder- und Jugendzahnmedizin: Dr. Singh-Hüsgen forscht, unterrichtet und publiziert zu MIH – und bringt diese Tiefe in jede Behandlung bei uns ein.

„Frühes Erkennen und ein sensibles Vorgehen sind entscheidend, um Folgeschäden und Belastungen für das Kind zu minimieren.“

Die Behandlung von MIH-Zähnen braucht oft mehrere Sitzungen, Geduld und eine Umgebung, in der Kinder entspannt bleiben. In unserer kindgerechten Praxis ist genau das möglich.

Häufige Fragen

Was Eltern zu Kreidezähnen wissen möchten

Die ersten bleibenden Backenzähne brechen etwa im Alter von sechs Jahren durch. Ab diesem Zeitpunkt können wir erkennen, ob diese Zähne von MIH betroffen sind. Bei den Schneidezähnen ist es ähnlich. Wir empfehlen regelmäßige Kontrollen – gerade in dieser Phase.
MIH ist weder ansteckend noch nachweislich vererbbar. Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt, aber diskutiert werden frühkindliche Erkrankungen, Umweltfaktoren und bestimmte Medikamente während der Schmelzbildungsphase. Sie als Eltern haben nichts „falsch gemacht“.
Die grundlegende Versorgung von MIH-Zähnen ist Bestandteil der kassenzahnärztlichen Versorgung. Bestimmte spezialisierte Therapien, Materialien oder ästhetische Versorgungen können Privatleistungen sein. Wir klären das immer transparent im Vorgespräch mit Ihnen.
Fluorid kann die Empfindlichkeit bei bereits betroffenen Zähnen reduzieren und das Kariesrisiko senken. Die Schmelzbildungsstörung selbst lässt sich damit aber nicht verhindern – sie entsteht lange vor dem Zahndurchbruch.
MIH wird oft unterschätzt, weil die Symptome schleichend sind. Unsere Empfehlung: Lassen Sie die Zähne Ihres Kindes untersuchen, wenn Sie die typischen Zeichen sehen. Wenn alles in Ordnung ist, geben wir Ihnen die Entwarnung. Wenn nicht, haben wir Zeit zu handeln.

Sehen Sie Kreidezähne bei Ihrem Kind?

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin in unserer Kinder- und Jugendzahnmedizin bei Dr. Singh-Hüsgen und ihrem Team. Über unsere Online-Terminbuchung reservieren Sie bequem und einfach Ihren Termin – selbstverständlich können Sie uns auch anrufen. Wir schauen uns die Zähne Ihres Kindes gründlich an und sagen Ihnen ehrlich, ob Handlungsbedarf besteht. Wir freuen uns auf Sie!

+49 (0) 2131/40 17 720
Direkter Draht zur Kinderzahnheilkunde